17.11.2017

KISS Prämie

KISS – keep it short and simple ist eine helle Laterne bei komplexen Themen. Besonders bei der Berücksichtigung von Einzelinteressen und Sonderfällen ist es immer gut, sich an dieses Prinzip zu erinnern. Ganz anders sieht es dabei oft bei Prämienlöhnen aus. Hier werden komplizierte Formeln, Umrechnungstabellen und oft willkürlich Variablen eingebaut. Ziel ist dabei immer das Streben nach größtmöglicher Gerechtigkeit und Genauigkeit. Der „Erfolg“ ist dann meist ein wenig verständliches und wenig transparentes Konstrukt, welches den Kompaß verloren hat. Gerecht und genau wird irgendwas gerechnet und zur Prämien verwandelt, was das Unternehmen aber nicht wirklich weiterbringt. Einfacher wäre es, die Prämiensumme einfach so auszuschütten, ohne das Alibi einer „Leistungsentlohnung“, die nur auf dem Papier etwas Leistung einfordert. Jedes Prämien-Modell, das nicht KISS ist, taugt meist nichts. 

Leistung ist nicht Erfolg

Der Begriff „Leistungslohnsystem“ ist nicht sonderlich gut, zielt er doch zu sehr auf die gewerkschaftliche Sicht, daß vor allem bereits di...